Im Rahmen des zweiten übergeordneten Themas «Angemessene Grösse und Organisation des schweizerischen BFI-Systems» will der SWR herausfinden, wo die Effizienz des BFI-Systems verbessert werden könnte. Unter den Bereichen, die potenziell Ineffizienzen verursachen können, hat sich der SWR für das Thema des Postdoktorats in der Schweiz entschieden, das er vertieft untersuchen will. Mehrere Indizes weisen darauf hin, dass der Bestand der Postdoktorandinnen und Postdoktoranden ansteigt und auch weiterhin zunehmen dürfte. Doch auch wenn die Einstellung von Postdocs auf Mikroebene (Labors, Institute, SNF usw.) eine durchaus sinnvolle Lösung sein kann, ist das Ergebnis auf Ebene des Gesamtsystems nicht unbedingt effizient. Zum Aspekt der Effizienz kommt ausserdem die Problematik der prekären Verhältnisse eines Teils dieser Forschenden auf Postdoktoratsebene hinzu.


Hauptziel der Studie des SWR ist es, den Bestand der Postdoktorandinnen und -doktoranden quantitativ zu dokumentieren sowie dessen Entwicklung im Laufe der Zeit und die soziodemografischen und beruflichen Merkmale zu erfassen. Entsprechende Daten liegen bisher nicht vor. Die quantitativen Ergebnisse wurden in drei Workshops mit einer repräsentativen Stichprobe von Postdocs diskutiert. Die Studie beschäftigt sich überdies mit der Berufskarriere dieser Forscherinnen und Forscher. Hier geht es darum, die Laufbahnen zu beschreiben und insbesondere zu untersuchen, ob die betreffenden Personen später eine Stelle in der (öffentlichen oder privaten) Forschung erhalten oder ob sie sich weniger spezialisierten Berufen zuwenden.


Ein entsprechender Bericht mit einer Reihe von Empfehlungen soll im ersten Halbjahr 2022 erscheinen.