Arbeitsprogramm
Der Schweizerische Wissenschaftsrat SWR berät den Bund in allen Fragen der Wissenschafts-, Hochschul-, Forschungs- und Innovationspolitik. Für jede Amtsperiode erarbeitet der SWR ein Arbeitsprogramm, in Abstimmung mit der Agenda der politischen Behörden. Neben seinen Prioritäten bewahrt sich der Rat einen Handlungsspielraum, um auf Anfragen des Bundesrates reagieren zu können.
- Arbeitsprogramm 2024-2027
- Forschungsbibliotheken als "Data Hubs"
Der Schweizerische Wissenschaftsrat (SWR) befasst sich in seinem Arbeitsprogramm mit Überlegungen, wie Bildung, Forschung und Innovation (BFI) wirksam zur Bewältigung aktueller und zukünftiger gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen können. Im Fokus steht die Frage, ob die bestehenden Rahmenbedingungen ausreichen, um Lösungen für globale Probleme wie Klimawandel oder technologische Umbrüche zu entwickeln, und wie diese Ziele mit Wettbewerbsfähigkeit, Wirtschaftswachstum und internationaler Zusammenarbeit vereinbar sind.
Für die Amtsperiode 2024-2027 legt der SWR thematische Schwerpunkte auf aktuelle Herausforderungen: Künstliche Intelligenz, insbesondere im Gesundheitswesen, die Schliessung der Lücke zwischen Klimawandel und Handeln sowie die Weiterentwicklung der Doktorandenausbildung zur Vorbereitung auf vielfältige berufliche Rollen.
Ein weiterer Fokus liegt auf der Governance des BFI-Systems im nationalen und internationalen Kontext. Dabei werden Stärken, Erfolgsmechanismen und Schwächen analysiert, insbesondere in der Forschungsförderung, an Fachhochschulen sowie im Wissens- und Personentransfer in den Arbeitsmarkt.
Mit Blick auf die Zukunft untersucht der SWR in einer dritten Schwerpunktsetzung die Rolle digitalisierter Forschungsbibliotheken, die Wirkung der Ressortforschung und neue Förderinstrumente.
Ergänzend evaluiert er im Auftrag des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation zentrale Förderstrukturen, um deren Effizienz und Wirkung weiter zu verbessern.
Arbeitsgruppe
SWR: Susanna Burghartz (Chair), Dominique Foray, Adrienne Grêt-Regamey
SWR-Geschäftsstelle: Joël Graf (Project leader), Sibylle Niklaus (Deputy Project Manager oder Project Collaborator)
Mandat
Mandat an: Prof. Dr. J. Philipp Trein (Université de Lausanne), Dr. Ana Petrus (scivia GmbH)
Zeitrahmen
01.06.2024 - 08.12.2025
Forschungsbibliotheken sind eine unverzichtbare Infrastruktur für die Wissenschaft. Sie spielen eine entscheidende Rolle für die Wissensproduktion und die Wettbewerbsfähigkeit der Hochschulen. In den letzten dreissig Jahren mussten Forschungsbibliotheken zwei disruptive Entwicklungen der digitalen Transformation bewältigen: den Übergang von analogen zu digitalen Beständen und Open Access als neuen Standard für öffentlich finanzierte wissenschaftliche Publikationen. Heute stellt generative KI eine neue Herausforderung dar. Vor diesem Hintergrund befasst sich der SWR mit der Frage, wie die Dienstleistungen von und Rahmenbedingungen für Forschungsbibliotheken in Zukunft gesichert und verbessert werden können. Die Analyse basiert auf Interviews mit Expertinnen und Experten, einem Stakeholder-Workshop und zwei externen Mandaten, die sich mit Fragen der «Multi-level Governance» sowie internationalen guten Praktiken von Forschungsbibliotheken beschäftigen. Auf dieser Grundlage formuliert der SWR Leitprinzipien und konkrete Empfehlungen. Der Begriff „Forschungsbibliothek“ bezieht sich in diesem Projekt hauptsächlich auf akademische Bibliotheken an Hochschulen. Dazu gehören kantonale Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen sowie der ETH-Bereich.
Veranstaltungen des SWR
Workshop zu Forschungsbibliotheken als "Data Hubs" am 4. April 2025
Veranstaltung zum 60-jährigen Bestehen des SWR am 22. September 2025